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"Winner Winner, Hi-Fi-Spinner!" - ein kleines Dankeschön an iFi Audio und Meze Headphones (+ erste Eindrücke mit Messungen) 🇩🇪

Wenn man nicht gerade Gustav Gans heißt, passiert es nicht so häufig, dass man bei einem Gewinnspiel den ersten Platz belegt.
ifi Audio hat in Zusammenarbeit mit Meze Headphones auf Head-Fi im Rahmen des neuen StarWars 7: the Force awakens Films einen kleinen Wettbewerb veranstaltet. Voraussetzung für die Teilnahme war es, ein Bild seiner Kopfhörer-Ausrüstung im StarWars Themen-Look hochzuladen; unter allen Einsendungen wurden dann die zehn besten Einreichungen prämiert.
Ziemlich überraschend kam es dann am Ende des Wettbewerbs für mich, als verkündet wurde, ich sei der Gewinner. Da ich, wenn überhaupt, nur alle paar Jahre an einem solchen Themenwettbewerb oder Gewinnspiel teilnehme, war die Freude auf meiner Seite natürlich groß, den ersten Platz belegt zu haben, zumal ich kein Fan der StarWars Reihe bin und auch keinen einzigen der Filme (vollständig) gesehen habe (doch bin ich mit der Thematik und Rahmenhandlung ziemlich vertraut).

Dieser Blog-Post soll als kleines Dankeschön gedacht sein und enthält sowohl erste Eindrücke als auch Messungen.

Ein Teil des Preises für das Belegen des ersten Platzes bestand aus einem Meze 99 Classics
Kopfhörer.
Bei diesem handelt es sich um einen ohrumschließenden Bügelkopfhörer mit Hörer-Muscheln aus Holz und eher kleinen, jedoch weichen und bequemen Kunstlederpolstern. Das Kopfband ist wie bei den Modellen von AKG stufenlos verstellbar und passt sich automatisch der Kopfform und -Größe an, weshalb der Meze 99 Classics angenehm auf meinem Kopf sitzt.
Die Verarbeitung des Kopfhörers selbst ist gut und er wirkt stabil als auch höherwertig, doch gibt es am Kabel etwas Kritik: zwei Stück davon werden mitgeliefert, nämlich ein kurzes für den portablen und ein langes für den stationären Betrieb. Beide sind gänzlich Gewebe-ummandelt, auch oberhalb des Y-Splitters, weswegen bei Bewegung und Berührungen recht stark ausgeprägte Mikrofonie übertragen wird.
Lange habe ich mit dem Kopfhörer noch nicht hören können, obwohl ich ihn bereits seit einer Woche besitze, doch ist der erste Eindruck eher positiv: tonal geht der Meze in die Richtung des (älteren) Sennheiser HD 650, klingt also eher sanft, etwas warm und geschmeidig - einfach unangestrengt und leichtgängig, womit er für mich mit einer angenehmen Abstimmung für portable Bügelkopfhörer im mobilen Betrieb aufwarten kann.
Im Mittel- und Hochton ist der Kopfhörer angenehm und auch recht hochauflösend, mit einer für den Preis (299$) noch angemessenen Detailfülle. Der Bassbereich  hingegen wirkt im Vergleich zum Rest etwas weniger detailliert und könnte etwas fester als auch differenzierte sowie mit weniger Verzerrungen daherkommen.
Insgesamt ist der Kopfhörer solide, und müsste ich ihn jetzt bewerten, würde ich zu etwa vier von fünf Sternen oder um die 80% tendieren - dazu müsste ich mir aber weitaus mehr Zeit zum Hören nehmen.
Ein ausführliches Review folgt vielleicht irgendwann mal in ein paar Monaten, wenn die Liste abgearbeitet ist - mal sehen.


Der zweite Teil des Preises bestand eigentlich aus einem ifi Audio micro iCAN SE sowie iDAC 2
(http://amzn.to/20GqjJR), doch entschied ich mich nach Rücksprache mit ifi Audio stattdessen für einen micro iDSD (http://amzn.to/20GqhSn), schlichtweg da dieser einfach besser zu meinem Anforderungsprofil, Einsatzzweck sowie meinen Hörgewohnheiten passt.
Der micro iDSD ist ein mit der Community zusammen entwickeltes, semi-portables Monstrum, das sowohl empfindliche In-Ears als auch wirkungsgradschwache, Power-hungrige Bügelkopfhörer mit Autorität antreiben kann und auch in Sachen Funktionen sowie Anschlüssen ein Schweizer Taschenmesser ist. Neben nativer Decodierung bis DSD512 und PCM768 stehen theoretisch neun wählbare Gain-Stufen zur Verfügung, dazu bietet er Crossfeed und einen eher subtilen Bassboost, der nur im Tiefbass greift und den Roll-Off vieler Kopfhörer etwas ausgleicht.
Das hochwertig anmutende Gerät besitzt bei seinem Lautstärke-Potentiometer leider erst ab der 11 Uhr-Position einen idealen Gleichlauf (0,5 dB Abweichung bei 10 Uhr und 1 dB bei 9 Uhr 30), wodurch der untere Regelbereich nicht nutzbar ist, wenn man jemand ist, der empfindliche Kopfhörer verwendet und selbst gern bei sehr geringer Lautstärke hört. Bereits nach wenigen Musikstücken wurde mir klar, dass der ifi zum Leise-Hören auch mit Büglern für mich persönlich etwas zu laut ist, wenn sich das Poti bei 11 Uhr befindet.


Nachfolgend ein paar Messungen, die ich gemacht habe:

xBass:




Digitalfilter:




Auswirkung der Ausgangsimpedanz der verschiedenen Gain-Stufen (angeschlossene Last: Triple.Fi 10):

iEMatch off = niedrigste Ausgangsimpedanz, iEMatch High Sensivity = höchste Ausgangsimpedanz




Zum Schluss möchte ich mich auch noch bei allen Pink Floyd Fans (zu denen ich mich selbst auch zähle) entschuldigen. Versichern kann ich euch jedoch auch, dass die Schallplatte bereits vor Jahren und nicht speziell für den Wettbewerb zerstört wurde.