Translate

PMV A 01: guter Klang, fragwürdiger Komfort und unvorteilhafte Platzierung der Vents - [Review] 🇩🇪

Prolog:

Der PMV A 01 ist ein hybrider Triple-Driver In-Ear, welcher einen dynamischen 10 mm Treiber für die tiefen sowie zwei Balanced Armature Treiber für die mittleren und hohen Frequenzen verwendet. Leider habe ich dabei keinerlei Idee, ob die Frequenzweiche drei akustische Wege besitzt oder ob beide Balanced Armatures parallel laufen, dennoch ist der Preis mit 69,99$ sehr günstig (- fragwürdig günstig? -) für einen In-Ear mit drei Treibern.

Es ist schon einige Jahre her, dass ich zufällig das erste Mal überhaupt von der Existenz hybrider In-
Ears hörte. Damals handelte es sich bei ihnen noch um Nischenprodukte ohne große Bekanntheit auf dem internationalen Markt, aber seit einiger Zeit tauchen immer mehr hybride In-Ears auf, dass ich die Entwicklung gar als Boom bezeichnen würde. Und dabei kann ich definitiv nicht abstreiten, dass es manche Modelle gibt, die ich gänzlich liebe, obwohl ich eigentlich jemand bin, der noch immer Balanced Armatures bevorzugt. Ja, hybride In-Ears sind meiner Meinung nach eine coole und bereichernde Entwicklung und auch ertappe ich mich häufig dabei, wie ich sie selbst verwende (hauptsächlich jedoch zum mobilen Betrieb und zwischendurch, jedoch nicht zum stationären Hören, wo Balanced Armature In-Ears noch immer meine bevorzugte Wahl sind, was sich so schnell auch nicht ändern wird (ja, ich bin solch ein Freak, dass ich das stationäre Hören von Musik meist mit BA In-Ears vollziehe, anstelle meiner Bügelkopfhörer, obwohl ich mit Modellen wie dem HD 800, HD 600, DT880 Edt. 600 Ohm oder LCD-X, um ein paar zu nennen, definitiv keine soo schlechten Exemplare mein Eigen nenne, doch nutze ich Modelle wie den StageDiver SD-2, Pai Audio MR3, UE900, ER-4S oder UERM, um nur ein paar zu nennen, viel häufiger zu Hause)).
Wie dem auch sei, hier folgt üblicherweise der Teil, in dem ich ein wenig über den Hersteller berichte, aber im Fall von PMV habe ich nicht viel herausgefunden außer dass es sich um eine sehr neue chinesische Firma handelt.

Kürzlich wurde ich von Penon Audio kontaktiert, die mit PMV zusammenarbeiteten, um mir einen PMV A 01 zukommen zu lassen (http://penonaudio.com/PMV-A-01). Zu keiner der beiden Firmen besteht eine persönliche Zugehörigkeit und der Test spiegelt meine ehrliche Meinung über das Produkt wieder.


Technische Daten:

Preis: 69,99$
Treiber: 10 mm dynamisch + 2x BA
Frequenzgang: 10 – 25000 Hz
Impedanz: 13 Ohm
Empfindlichkeit: 110 +/- 3 dB


Über Hybride In-Ears:

Wie man den technischen Daten bereits entnehmen kann, unterscheidet sich der A 01 von den meisten gängigen In-Ears und setzt nicht lediglich auf dynamische oder Balanced Armature Schallwandler, sondern kombiniert beide – bei ihm handelt es sich um einen hybriden In-Ear, einer in den letzten Jahren vermehrt aufkommenden Bauweise.

Die meisten In-Ears verwenden dynamische Treiber für die Audiowiedergabe. Diese haben den Vorteil, ohne allzu großen Aufwand das gesamte für den Menschen hörbare Frequenzspektrum abzudecken und ebenfalls ohne große Mühe einen stark angehobenen Bassbereich zu erzielen. Hochwertigen dynamischen In-Ears wird allgemein ein körperhafter, musikalischer Bassbereich nachgesagt, der im Ausklang jedoch meist eher weich als hart und analytisch ist. Im Gegensatz zu anderen Wandlerprinzipen besitzen dynamische Treiber jedoch meist auch eine etwas niedrige Detailauflösung.

Im höherpreisigen und professionellen Bühnenbereich findet man fast nur In-Ears mit Balanced Armature Treibern vor, welche in der Regel eine höhere Auflösung als ihre dynamischen Konsorten besitzen und sehr detailreich, schnell, präzise und auch sehr pegelfest aufspielen, was insbesondere für Bühnenmusiker von Bedeutung ist. Auf der Schattenseite steht, dass ein einzelner BA-Treiber kaum oder nur mit größerem Abstimmungsaufwand den größten Teil des hörbaren Frequenzspektrums abdecken kann und dabei nur mit größerem Aufwand, wie mehreren und voluminösen Treibern für den Tiefton in der Lage ist, extremere Betonungen zu erzielen. Einige Menschen empfinden den Klang von In-Ears mit BA Treibern auch als analytisch, leblos, klinisch oder kalt (in meinen Jahren der Mitgliedschaft, Reviews und Kaufberatung in einem großen deutschen Onlineforum für Audio sind mir diese Begriffe schon mehrfach in Bezug auf die Wahrnehmung von BA-basierten In-Ears, insbesondere bezogen auf den Tiefton,  begegnet).

Hybride In-Ears vereinen die positiven Aspekte aus beiden Welten und setzen auf einen dynamischen Schallwandler für die tiefen Frequenzen und mindestens einen BA Wandler für die mittleren und hohen. Dadurch bleien der Körper und der oft als „musikalisch“ beschriebene Charakter des dynamischen Basses und die Detailauflösung und Präzision des Balanced Armature Mittelhochtöners erhalten – und auf genau diese hybride Technologie setzt PMV mit seinem A 01 und spricht damit diejenigen an, welche den klinisch-schnellen Bass eines BA-Treibers als unnatürlich empfinden, jedoch die Auflösung, Schnelligkeit und Präzision in den Mitten und Höhen beibehalten wollen.


Lieferumfang:

„Have you seen updog?“ – „What’s updog?!“ – „Not much, how `bout you?“: Die Aufmachung der schwarzen Verpackung ist sehr minimalistisch – auf der Vorderseite gibt es lediglich einen silberfarben glänzenden „PMV“ Schriftzug, die Seiten ziert die Modellbezeichnung „A 01“. Auf der blauen Rückseite findet man die technischen Daten auf Chinesisch und Englisch (na, wer findet den Übersetzungsfehler? Kleiner Hinweis: die Bezeichnung links von „3.5mm“ ist sicherlich kein Englisch ;) ).
Im Inneren befinden sich dann, in schwarzem Schaumstoff eingebettet, die In-Ears, eine Aufbewahrungstasche, Silikon-Ohrbügel sowie insgesamt vier Aufsatz-Paare (3x  Einfach-Flansch, 1x Doppel-Flansch).







Optik, Haptik, Verarbeitung:

Die Form der In-Ears, deren Außenseite aus silberfarbenem Aluminium und deren Innenseite aus der
typischen, günstigen, schwarzen Soft-Touch Kunststoff-Oberfläche besteht, erinnert klar an ein Plektron. Auf den Faceplates gibt es je ein PMV Logo als auch eine Seitenkennzeichnung. Sowohl der Y-Splitter als auch der gerade 3,5 mm Klinkenstecker mit PMV Logo sind aus schwarzem Aluminium gefertigt. Das Schallröhrchen ist auch aus silberfarbenem, poliertem Aluminium hergestellt und besitzt ein integriertes Schutzgitter.
Der Knickschutz an allen Stellen ist optisch unauffällig jedoch effektiv eingearbeitet, könnte direkt an den In-Ears hingegen gern etwas länger ausfallen.
Das Kabel ist recht flexibel, lässt aufgrund der Teflon-Ummantelung des unteren Teils jedoch keine ganz kleinen Biegeradien zu. Weshalb man hier eine äußere Gewebe-Ummantelung verwendet hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn obwohl sie optisch schön aussieht, franst sie mit der Zeit aus. Einen Kinnschieber gibt es nicht und die Kabel sind fest montiert, obwohl sie den visuellen Anschein erwecken, abnehmbar zu sein.

Die Aufbewahrungstasche aus Filz ist nicht sonderlich verstärkt, wirkt eher billig, ist jedoch hübsch anzusehen (ich mag die grüne Farbe auf der Innenseite sehr) und schützt die In-Ears auch recht gut (zumindest vor Schmutz und Staub).








Tragekomfort, Isolation:

Die In-Ears sind nicht super groß, meine Ohren sind es jedoch und ich habe deshalb auch nur mit sehr wenigen In-Ears Komfortprobleme – wie leider auch mit dem A 01, denn dadurch, dass sein Schallröhrchen recht kurz und die Form in vorderen Teil recht sperrig ist, muss ich die In-Ears für einen sicheren Sitz tiefer einsetzen, was allerdings nach längerer Zeit zu einem etwas unangenehmen Druck auf meinen Tragus führt (mit längeren Einfach-Flansch Silikonaufsätzen lässt sich das etwas umgehen).

Die Mikrofonie hält sich durch die Trageweise mit den Kabeln über den Ohren in Grenzen, könnte mit einem Kinnschieber jedoch nochmals etwas reduziert werden. Deutlich geringer als mit der hauptsächlich in diesem Preisbereich üblichen Trageweise mit den Kabeln nach unten ist sie jedoch ausgeprägt.

Die Geräuschisolation würde ich als eher mäßig bis gering beschreiben.


Klang:

Zum Hören nutzte ich den LH Labs Geek Out IEM 100, iBasso DX80 sowie DX90 als auch den HiFiMe 9018d.
Verwendet habe ich die größten beiliegenden Silikonaufsätze und die In-Ears sicherheitshalber für 50 Stunden einspielen lassen, obwohl ich die Burn-In Theorie bei Kopfhörern definitiv nicht vertrete.

Tonalität:

Der Klang des A 01 ist in höchstem Maß vom Sitz, der Ohranatomie und der damit verbundenen Verdeckung der innenliegenden Belüftungsöffnungen abhängig. Das ist eine Sache, die ich nicht so recht begrüßenswert finde – in manchen Ohren wird der In-Ear sehr ausgewogen klingen, in manchen moderat bassig und in anderen sehr bassig. Ich mit meinen großen Ohren und ziemlich weiten, geraden Gehörgängen kann das ziemlich gut beeinflussen (angemerkt sei hierbei, dass die Abdichtung in allen Fällen gleich gut war): setze ich die In-Ears sehr tief ein, sodass die Belüftungsöffnungen (Vents) größtenteils von meinen Ohrmuscheln bedeckt wurden, trat der Bass stärker in den Vordergrund (~ 12 dB im Midbass). Saßen die In-Ears nicht ganz so tief, waren die Vents praktisch so frei wie in meinem Messkuppler und der Klang dementsprechend recht neutral im Tiefton.

Anbei ist der Effekt von gänzlich freien und gänzlich verdeckten Vents zu sehen (wer auf viel (insbesondere Tief- und Mid-) Bass steht, kann so übrigens den In-Ear mit einem Streifen Klebeband und gegebenenfalls einem kleinen Nadel-Loch modifizieren):

(Über die Messungen: http://frequency-response.blogspot.de/p/about-measurement-graphs.html)

Zum Hören habe ich mich für einen Mittelweg entschieden – nicht zu locker eingesetzt sondern schon etwas tiefer aber nicht ganz tief, klingen die In-Ears in meinen Ohren badewannig warm mit gleichmäßig ansteigendem Hochton und Mitten, die etwas heller als neutral sind.
Die Betonung im Tieftonbereich beginnt bei ca. 800 Hz langsam und gleichmäßig anzusteigen und erreicht ihren Klimax bei ca. 80 Hz mit etwa 8 dB nördlich von neutralem Klang (Etymotic ER-4S als Referenzpunkt) (wie gesagt, die Intensität variiert +/- je nach Nähe der Belüftungsöffnungen zur Ohrmuschel). Dieser Pegel wird bis in den Midbass aufrecht gehalten und bleibt auch im Tiefbass konstant, bei welchem der Druck jedoch nachlässt. Zwar wird der Klimax recht weit unten gebildet, dennoch ist der Tiefton auf der wärmeren Seite, da die Bassbetonung bei 800 Hz (zwar langsam, aber) recht hoch beginnt. Dennoch gibt es im Vergleich zu anderen ähnlich bassigen In-Ears weniger Einstreuung des Grundtons in die unteren Mitten. Bei freieren Vents ist der Bass sogar neutral, wenn zwischen den In-Ears und Ohren etwas Luft ist.
Von 1 bis 3,5 kHz steigt der Pegel im Mittelton dann in meinen Ohren gleichmäßig an, weshalb sich Stimmen etwas auf der helleren Seite befinden. Gen 5 kHz nimmt der Pegel dann Gehör-mäßig ab (hier liegt dann eine Senke im Frequenzgang der In-Ears) und steigt bis 8,2 kHz, wo sich ein eher schmalbandiger Peak befindet, an. Bei 10 kHz ist der Hochtonpegel geringer ausgeprägt und fällt oberhalb von 12 kHz ab.

Da die Betonung der oberen Mitten etwas weiter oben stattfindet, ist die tonale Balance im Mittelton in meinen Ohren noch gegeben, ohne eine zu deutliche Einfärbung zur hellen Seite oder übermäßige Verstärkung von Sibilanten. Insgesamt ist der Hochton auch trotz der gleichmäßig ansteigenden (abgesehen von der Senke bei 5 kHz, welche die Betonung im oberen sowie unteren Hochton ausgleicht) Betonung in meinen Ohren frei von Schärfe, Sibilanz oder nervigen/spitzen Peaks. Eine Verschiebung des Timbres zur etwas helleren Seite hin bei Violinen, Trompeten und dem Klavier ist zwar durch den ansteigenden unteren Hochton gegeben, aber nicht zu drastisch. Bei Rock, Pop und Electro fällt dies nicht wirklich auf und Becken klingen weder spitz noch zischend.
Die Abstimmung ist recht gelungen und spaßig-frisch, aber nicht zu aufdringlich oder überaus künstlich.

Auflösung:

Den Einsatz der Balanced Armature merkt man dem A 01 an – er löst im Mittel- sowie Hochton
höher auf als viele dynamische In-Ears in dem Preisbereich (z.B. SoundMAGIC E80, Brainwavz M3, Ostry KC06A) und besitzt die höhere Sprachverständlichkeit. Als Einstieg in die Welt der hybriden In-Ears oder auch Balanced Armatures allgemein eignet er sich deshalb meiner Meinung nach gut. Nimmt man hingegen etwas mehr Geld in die Hand und investiert in etwas bessere hybride In-Ears wie den Fidue A73, bekommt man noch besseren Klang aus In-Ears mit zwei verschiedenen Treiber-Prinzipen. Für den Preis spielt der PMV Auflösungs-mäßig gut und am oberen Ende. Feine Details hört man, ganz feine hingegen bleiben noch im Verborgenen.
Der dynamische Basstreiber fügt sich zwar harmonisch in das Gesamtbild ein, wirkt jedoch ein wenig stumpf und den Körper kaufe ich ihm nicht ganz ab, da der Bass etwas weniger detailliert ist und im Tiefbass vergleichsweise aufweicht.

Räumliche Darstellung:

Der In-Ear spielt räumlich angenehm auf und besitzt eine gute Breite, die etwa die Distanz zwischen meinen Ohren umfasst. Räumliche Tiefe ist auch ordentlich vorhanden, wenngleich etwa 20% weniger als die Breite.
Die Separation zwischen Instrumenten ist gut und einzelne Elemente gehen nicht zu sehr ineinander über, haben jedoch auch keine fein abgegrenzte Luft zwishceneinander. In der Tiefenebene ist die Staffelung ordentlich, auch wenn die einzelnen Ebenen besser voneinander abgegrenzt sein könnten.
Insgesamt ist die Bühne für den Preis dennoch besser als durchschnittlich, erreicht aber nicht ganz die Größe oder Präzision des Fidue A73, HiSoundAudio HA-2 und Havi B3 Pro I.

---------

Im Vergleich mit anderen In-Ears:

Fidue A73:
In meinen Ohren sitzt der A73 klar bequemer.
Tonal ist der A 01 bassiger (oder auch dünner klingend, je nach Ohrmuschelnähe der Vents), der A73 im Grundton jedoch fülliger. Die Mitten sind bei beiden ähnlich hell, beim A73 peaken sie jedoch geringfügig früher, wodurch Sibilanten etwas präsenter, in meinen Ohren jedoch nicht wirklich unnatürlich sind. Im unteren mittleren Hochton ist der Fidue etwas weniger präsent, im oberen Hochton fällt bei ihm der Peak hingegen etwas steiler aus, wodurch Hi-Hats etwas mehr zischeln.
Mehr Treiber bedeuten nicht unbedingt, dass der Klang auch besser ist, was auch der Fidue zeigt – der A73 (~ 150$, OEM-Version als UPQ QE50 auch für ~ 100$ erhältlich) löst insgesamt schon nochmal ein ganzes Stück höher auf und besitzt den bei schneller Musik kontrollierter einschlagenden Bass, bei gleichzeitig etwas mehr Körper.
Die Bühne des A73 ist noch etwas besser separiert und besitzt sowohl mehr Breite als auch Tiefe.

SoundMAGIC E80 (Aufsätze mit weitem Schallaustritt):
In meinen Ohren sitzt der E80 klar bequemer.
Der E80 besitzt in meinen Ohren weniger Bass (oder auch mehr, je nach Ohrmuschelnähe der Vents des PMV), jedoch den wärmeren Grundton. Stimmen sind beim A 01 etwas heller, im oberen Hochton ist der E80 hingegen je nach Aufnahme spitzer klingend (hier ist der A 01 etwas gemäßigter erscheinend, wenngleich ebenfalls hell).
Dem PMV merkt man den Einsatz der hybriden Technik im Direktvergleich an – im Mittel- und Hochton besitzt der A 01 mit seinen BA-Treibern das bessere Ein- und Ausschwingverhalten, wodurch er feiner sowie besser kontrolliert bei schnellem Musikmaterial klingt. Die höhere Sprachverständlichkeit und die besseren feinen Details merkt man ihm hier klar an (besonders im oberen Hochton, wo der Pegel des A 01 gar nicht so arg unterhalb des E80 liegt, dennoch klingt der PMV ob der höheren Auflösung hier nicht spitz). Der Unterschied ist nicht riesig, aber etwas mehr als eine subjektiv empfundene halbe Klasse würde ich ihm schon attestieren. Im Bassbereich sind beide in etwa auf einem ebenbürtigen Niveau, ohne dass ich wirklich einen Sieger ausmachen könnte.
Die Bühne des A 01 ist größer und auch feiner gestaffelt sowie separiert.


Fazit:

Der A 01 von PMV bietet einen guten Einstieg in die Welt der hybriden In-Ears aber auch den Klang von Balanced Armature Treibern. Der Klang ist im Mittelton auf der etwas helleren Seite, in sich jedoch harmonisch. BA-typisch ist die Auflösung im Mittel- und Hochton etwas besser als bei gleich teuren dynamischen In-Ears.
Was bei den In-Ears jedoch weniger gut gelungen ist, ist die Platzierung der Belüftungsöffnung – je nach Ohranatomie und dem Abstand dieses Vents zur Ohrmuschel ist der Klang mal mehr und mal weniger bassig. Auch kann der Tragekomfort je nach Form der Ohren etwas unangenehm sein (was sich mit längeren Aufsätzen wie zum Beispiel den SpinFit Tips verbessern ließe).

Für ~ 70$ macht der PMV A01 eine gute Figur und gäbe es nicht für ~ 100/150$ den UQP QE50/Fidue A73, würde ich ihn als sehr gute Wahl in den Einstieg in die hybride Welt bezeichnen – wer jedoch etwas mehr Geld in die Hand nehmen kann und will, dem rate ich zum etwas teureren UPQ oder Fidue, die nochmal ein hörbares Stück besser auflösen.

Bei einer 70% Preis-Klang- (90) zu 30% Tragekomfort-Verarbeitungsqualität-Wertung (53) komme ich auf gute 3,945 von 5 Sternen. Abgesehen vom in meinen Ohren mäßigen Komfort ist der Klang für den Preis gut und wie bereits zweifach erwähnt stellen die PMV A 01 In-Ears einen guten Einstig in die Welt der hybriden In-Ears dar.