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Damit schreibe ich meine Artikel und Reviews: Cherry, Cherry, Logitech & Kensington - vier Tastaturen im Test [Multi-Review] [Lounge-Tech] 🇩🇪

Vorwort:

Die Cherry Strait Black, Kensington Advance Fit und Logitech G710+ habe ich selbst gekauft. Das Cherry MX-Board 3.0 (blaue Schalter) wurde mir freundlicherweise von Cherrys PR-Agentur für ein Review und einen Vergleichstest zur Verfügung gestellt.


Einleitung:


And now for something totally different…

Auf dem Kopfhörer-Lounge Blog veröffentliche ich hauptsächlich Testberichte, Vergleichstest und Artikel rund um das Thema Audio und widme mich dabei insbesondere dem Thema Kopfhörer. All dies geschieht hobbymäßig und nimmt einen wesentlichen Teil meiner freien Zeit ein (Hören, Vergleichen, Notizen niederschreiben, messen, Lautstärke abgleichen, noch mehr Hören und
Vergleichen, …), wovon einer der letzten Schritte daraus besteht, meine Gedanken in digitaler Form schriftlich niederzubringen.
Dies geschieht, wie man sich wohl denken kann, am Computer mit Hilfe von Microsoft Word und einer Tastatur (die einzige Ausnahme stellte ein Review dar, das annähernd zur Hälfte an meinem BlackBerry Q10 entstand). Hierbei nutze ich aber nicht einzig und allein eine Tastatur, sondern rotiere zwischen verschiedenen Modellen und schreibe manchmal auch am Laptop auf dessen integrierter Tastatur.

In diesem Artikel möchte ich euch näherbringen, welche Tastatur-Typen es gibt, welche ich bevorzuge, welche genauen Modelle ich besitze und welche Vor- und Nachteile diese bieten. Den abschließenden und gerade erwähnten Teil werde ich in vier Mini-Reviews aufteilen. Neben meinen Tastaturen werde ich dabei auch einen modernen Klassiker testen, nämlich das Cherry MX-Board 3.0 (http://www.cherry.de/cid/tastaturen_CHERRY_MX-Board_30.htm) mit den „legendären“ blauen Switches (letzteres wurde mir freundlicherweise auf Anfrage für einen ehrlichen und unzensierten Test ohne Vorgaben/Einschränkungen zur Verfügung gestellt).

So arg themenfremd ist dieser Artikel übrigens gar nicht, denn abgesehen vom allgemeinen technischen Bezug werdet ihr auch im nächsten Abschnitt merken, dass das Thema „Klang“ auch nicht vor Tastaturen Halt macht.


Rubber Dome, Scissor Switch und mechanische Schalter:

Tastatur ist nicht gleich Tastatur – in diesem Abschnitt werde ich auf drei häufig genutzte Typen eingehen, wenngleich es noch ein paar mehr gibt, die jedoch älter sind und/oder hauptsächlich in Einsatzgebieten mit speziellen Anforderungen Verwendung finden – am häufigsten verbreitet sind in der modernen Zeit Tastaturen mit Rubber Dome Schaltern. Bei diesen gibt es je Taste eine Leiterplatte mit unterbrochenem Stromkreis als auch eine Gummi-Glocke, in der sich eine kleine und mit Graphit gemischte Gummi-Kuppel befindet. Drückt man die Taste und damit die Kuppel herunter, schließt sie den Stromkreis und die Eingabe erfolgt.
Vorteile dieses Konzeptes sind geringe Produktionskosten und eine geringe Lautstärke, denen jedoch Nachteile wie ein langer Tastenhub bis zum Auslösepunkt (die Taste muss beinahe bis zum Anschlag heruntergedrückt werden, bis die Graphit-Gummi-Kuppel den Stromkreis schließt), eine eher geringe Lebensdauer, eine hohe Bauweise, eine kontinuierliche Abnutzung/Verschlechterung des Schreibgefühls oder ein eher ungenaues und unpräzises Schreibgefühl gegenüberstehen.

Tastaturen mit Scissor Switch Schaltern sind Rubber Dome Tastaturen, welche jedoch flacher sind, einen kürzeren Tastenhub besitzen und von zwei scherenförmigen Plastik-Teilen geführt werden. Aufgrund dessen finden sie vornehmlich in Laptops Verwendung, aber auch immer mehr normale externe Tastaturen werden in dieser Bauweise hergestellt und haben ihre Anhänger (ich gebe gern zu, dass ich Tastaturen mit Scissor Switch Schaltern mag).
Die Produktionskosten sind noch immer relativ gering (wenngleich auch höher als bei großen Rubber Dome Tastaturen), ebenso wie die Lautstärke, aber Vorteile wie ein präziseres Schreibgefühl, eine flachere Bauweise und ein geringer Tastenhub kommen hinzu. Dagegen stehen aber die gleichen Nachteile wie eine eher geringe Lebensdauer, ein erst am Boden liegender Auslösepunkt und eine kontinuierliche Abnutzung/Verschlechterung des Schreibgefühls.

Tastaturen mit mechanischen Schaltern sind Jahrzehnte alt und existieren in verschiedenen Formen (Cherry MX, Alps, Topre, Buckling Spring, …). Aufgrund der Vielfalt der Modelle und auch teils wegen der Vielfalt innerhalb der Bauweisen selbst möchte ich hier nicht allzu weit ausholen, sondern mich lediglich auf die wahrscheinlich beliebtesten Schalter von Cherry beschränken.
Bei diesen kann man grundlegend zwischen drei Gruppen unterscheiden: linearer Druckpunkt, spürbarer leiser Druckpunkt sowie spür- und hörbarer Druckpunkt. Gemeinsam haben all diese Schalter aus Cherrys MX-Linie, dass ihr Auslösepunkt im Gegensatz zu Rubber Dome Tastaturen nicht etwa am Boden, sondern mehr oder minder auf dem halben Weg liegt, weshalb man die Taste nicht ganz herunterdrücken muss, damit die Eingabe erfolgt. Je nach Ausführung der Schalter (zum Beispiel MX Brown und MX Blue) gibt es auch noch einen Druckpunkt, das heißt, man fühlt die Stelle vor dem Auslösepunkt, wobei dies beim Schreiben bei manchen Schaltern eher subtil auffällt. Mit etwas Übung kann man dann auch doppelte Eingabebefehle derselben Taste mit einem nur geringen Hub direkt hintereinander ausführen.
Die MX Blue Schalter, welche auch im für diesen Artikel bereitgestellten MX-Board 3.0 eingesetzt werden, besitzen dabei noch die Besonderheit, dass man den Druckpunkt nicht nur fühlt, sondern auch hört, was man als das charakteristische Klicken der blauen Schalter, das etwas an die Tasten von Schreibmaschinen erinnert, wahrnimmt. Dafür sind die blauen Schalter bekannt, berühmt, geliebt und gehasst.
Statt mit einer Gummi-Glocke werden die Tasten der Cherry MX Reihe dabei von Federn zurückgeführt und die Auslösung erfolgt durch langlebige Goldkontakte.
Vorteile mechanischer Tastaturen sind eine wesentlich höhere Lebensdauer, so gut wie keine Abnutzungserscheinungen, ein sich nicht am Boden befindender Auslösepunkt (die Taste muss nicht ganz heruntergedrückt werden) und ein präziseres Schreibgefühl. Bauart-bedingt sind mechanische Tastaturen jedoch hoch gebaut, je nach Ausführung recht laut und teurer in der Produktion und Anschaffung.


Meine Präferenzen/Vorgeschichte:

Begonnen habe ich meine Tastatur-Laufzeit vor einigen Jahren Ende der 1990er Jahre mit mechanischen Tastaturen, genauer gesagt mit einer IBM Model M mit Buckling Spring Schaltern (eine Feder knickt ein und drückt einen Hammer herunter) auf einem Windows 95 Rechner.
Danach folgte eine längere Zeit mit normalen Rubber Dome-Tastaturen (, die ich größtenteils freiwillig nicht mehr verwenden möchte).
Und seit ca. 6 Jahren nutze ich vorwiegend Tastaturen in Laptops und externe, flache Tastaturen mit Scissor Switches.
Seit einem guten Jahr habe ich mechanische Tastaturen wiederentdeckt, in der Form der Logitech G710+ (nicht für Videospiele, sondern hauptsächlich – auch aufgrund der Tastenbeleuchtung – zum Schreiben) und einer chinesischen Tastatur von VicTsing mit Nachbauten der legendären blauen Schalter.

Bei den Scissor Switch Tastaturen kaufe ich immer Modelle im Preisbereich um etwa 30€, da diese bei mir nicht lange halten und auch Modelle um 70€ ähnlich schnell abnutzen und verschleißen – mein Tastatur-Verschleiß ist einfach recht hoch (ich muss aber auch  dazu sagen, dass ich dieselben Tastaturen neben meinem Blogger-Hobby auch beruflich nutze, wo ich ebenfalls viel schreibe), weshalb diese jährlich schon bis zu drei Mal ausgetauscht werden.
Modelle, die ich dafür verwende, stammen von Herstellern wie Logitech, Kensington, Cherry und Hama, wobei ich mich für kabelgebundene und flache Scissor Switch Tastaturen entscheide.

Was mich bei diesen nervt, ist die schnelle Abnutzung, denn als jemand, der viel schreibt, merke ich einfach, dass die Tastatur sich bereits nach einer kurzen Zeit schwammig und nicht mehr so präzise wie anfangs anfühlt, bis der Tastendruck irgendwann sehr schwammig wird oder Eingaben manchmal gar nicht mehr registriert werden.
An diesen Tastaturen im Laptop-Stil schätze ich hingegen die sehr flache Bauweise mit den ebenfalls sehr flachen Tasten, welche einen kurzen Hubweg besitzen und relativ leise sind.

Wie gesagt rotiere ich meist zwischen zwei bis vier verschiedenen Modellen, die sich auch in der Stärke der Betätigungskraft (die Kraft, die benötigt wird, um eine Taste herunterzudrücken) etwas unterscheiden, wobei ich eher Tastaturen bevorzuge, die einen recht festen und harten, gut definierten Anschlag besitzen.

Die Logitech G710+, die ich dann kaufte, hat auch schon einige Betriebsstunden hinter sich und besitzt die braunen MX Schalter von Cherry, also einen spürbaren Druckpunkt vor dem Auslösepunkt ohne akustischem Feedback, wobei der mir Druckpunkt beim Schreiben nur bewusst auffällt, wenn ich langsam schreibe.
Auf meinem Schreibtisch bevorzuge ich die meiste Zeit über flache Tastaturen, weshalb die Logitech nur in etwa 20% der Zeit zum Einsatz kommt. Obwohl sie bereits mehr Betriebsstunden als meine beiden mehr oder weniger neuen Cherry Strait Black und Kensington Advance Fit Tastaturen hinter sich hat, kann ich bei ihr keine Verschlechterung des Schreibgefühls oder Schwammigkeit wahrnehmen, ganz im Gegensatz zu den beiden Scissor Switch Modellen, welche sich schon nach wenigen Wochen etwas schwammiger und weniger präzise als ganz am Anfang anfühlten.


Einzeltests:

Hier folgt nun der Kernteil dieses Blog-Artikels, nämlich mit drei Einzeltests je einer meiner Tastaturen und einem Einzeltest des Cherry MX-Board 3.0 mit blauen Schaltern.

Cherry Strait Black (ca. 40€):


Die Strait Black ist eine Tastatur mit Scissor Switches.
Im Aufbau ist sie sehr flach und besitzt eine tief dunkelblaue, beinahe schwarze Farbe mit durch die Platine blau hinterlegten Tasten. Optisch und haptisch wirkt die Tastatur recht wertig, wenngleich sich die beiden Gehäusehälften mit der Zeit zu lösen beginnen.
Angeschlossen wird sie mittels eines fest angebrachten USB-Kabels, welches dünn und dadurch relativ flexibel ist.
Das Layout der Tastatur mit integriertem Ziffernblock ist gängig, nur die Positionierung der „Pos1“ Taste im dedizierten Block ist etwas ungewohnt und selbst nach ein paar Monaten für mich noch immer verwirrend. Praktisch sind die einfach zugänglichen und sich auf der rechten Seite befindenden Tasten zu Mediensteuerung.

Auf dem Schreibtisch nimmt die Tastatur durch ihre noch recht schmalen bis normal großen Ränder nicht zu viel Platz ein.
Aufstellen lässt sich die Strait Black nicht.

Auch wenn die Symbole auf den Tasten nur aufgedruckt/-klebt sind, ist selbst nach ein paar intensiven Monaten der Benutzung nichts abgegriffen (zumindest bei mir).

Das Auslösegewicht der Tasten ist angenehm hoch. Auch wenn es sich um eine Scissor Switch Tastatur handelt, bei denen der Auslösepunkt sowieso schon sehr eng ist, ist dieser bei der Strait
Black noch etwas enger, und auch wenn man die Taste bis zum Boden drückt, wird sie nicht immer erkannt, wenn man hier nicht auch im Druck fest bleibt. Anfangs ist dies nicht der Fall, macht sich im Laufe der Zeit, wenn die Rubber Domes abnutzen/ausleiern, dann jedoch störend bemerkbar und man muss beim Schreiben recht häufig korrigieren. Dies ist recht schade, denn das Schreibgefühl ist ansonsten ziemlich angenehm und crisp.
Beworben wird die Tastatur als besonders leise, was aber nicht der Fall ist: für eine Tastatur mit Scissor Switches ist die Cherry etwas lauter als vergleichbare Modelle, was daran liegt, dass die Tasten eher locker aufgehängt sind (streicht man mit den Fingern sanft über sie oder klopft leicht auf sie, kann man dies hören). Ich nehme zwar an, dass dies absichtlich für das Sound-Design getan wurde, denn die Geräusche beim Schreiben sind crisp und hören sich sauber definiert an, aber dann sollte die Tastatur nicht als sehr leise
(„Flüsteranschlag“) beworben werden.
Auch ist das Board nicht perfekt gedämpft und die Geräusche/Vibrationen übertragen sich beim Schreiben etwas auf die Tischplatte. Um dem entgegenzuwirken, habe ich ein altes Stoff-Mousepad auf die Unterseite geklebt, wodurch die Lautstärke beim Schreiben merklich geringer wurde und auch die übertragenen Vibrationen verschwanden.

-> Die Strait Black bietet ein flaches Design mit einem crispen und gut definierten Schreibgefühl und recht hohen Aktivierungsgewicht der Tasten, doch nutzt die Tastatur beim häufigen Schreiben langer Texte über mehrere Seiten recht schnell ab und das Schreibgefühl wird typisch für die Bauweise ungenauer und auch Eingaben werden dann durch den sehr engen Auslösepunkt nicht mehr immer registriert.

~ 2,7 von 5 Sternen.


Kensington Advance Fit (ca. 30€):

Wie die Strait Black von Cherry ist die Advance Fit von Kensington eine flache Scissor Switch
Tastatur.
Der Aufbau ist sehr flach und die Oberfläche teils matt und teils glänzend schwarz gehalten. Optisch und haptisch wirkt sie aber auch ein wenig billig, was mitunter auch daran liegt, dass sich zwischen den Tasten kein Steg befindet und im Gegensatz zur Cherry nicht jede Taste ihre eigene Wanne besitzt.
Angeschlossen wird sie mittels eines fest angebrachten USB-Kabels, welches dünn und dadurch auch recht flexibel ist.

Das Tastenlayout mit integriertem Ziffernblock ist gängig, nur der „Pos1/Entf“ Block ist wie bei der Cherry vertikal angebracht, wenngleich die Positionierung der Tasten bei der Kensington hier dann eher der Norm entspricht. Die „Entf“-Taste ist doppelt so groß wie üblich, was sich für mich nach einer kurzen Umgewöhnung jedoch als Vorteil erwiesen hat.
Medientasten besitzt die  Tastatur auch, doch sind nur die Tasten zur Lautstärkeregelung eigenständig und die anderen lediglich wie beim Laptop per „Fn“-Tastenkombination nutzbar.

Die Ränder der Tastatur sind schmal, wodurch sie auf dem Schreibtisch nicht viel Platz einnimmt. Die Größe betreffend ist die Kensington nur im Direktvergleich etwas kleiner als die Cherry Strait Black.
Die Advance Fit lässt sich auch aufstellen und büßt dann überraschend sogar nichts an Stabilität ein, verrutscht jedoch schneller (im Gegensatz zur Tastatur-Unterseite besitzen die Aufsteller keine Gummibeschichtung).

Auch wenn die Symbole auf den Tasten nur aufgedruckt/-klebt sind, ist selbst nach ein paar intensiven Monaten der Benutzung (zumindest bei mir) nichts abgegriffen.

Das Auslösegewicht ist im Vergleich zu „großen“ Rubber Dome Tastaturen etwas höher, aber etwas geringer als bei vielen Modellen mit Scissor Switches. Die Advance Fit kann zu meiner
Überraschung mit einem nicht zu engen Auslösepunkt überzeugen und die Tasten müssen nicht vollständig bis zum Anschlag heruntergedrückt werden, bis eine Eingabe erfolgt.
Das Schreibgefühl der Tastatur ist angenehm und das Geräuschniveau gering und das Gehäuse gut bedämpft (auch beim sehr schnellen Schreiben), aber der Tastenhub auch gefühlsmäßig etwas weich/schwammig. Manche Tasten quietschen zudem etwas. Mit der Zeit leiern die Tasten auch Prinzip-bedingt aus, wodurch das Schreibgefühl beim häufigen Schreiben über einen längeren Zeitraum typisch für Tastaturen mit Rubber Domes weniger präzise wird. Dennoch werden dann die Eingaben noch gut registriert und Fehleingaben treten nicht häufiger auf.
Die Dämpfung des Boards ist gut und Vibrationen/Geräusche werden fast gar nicht auf die Tischplatte übertragen. In der Mitte schwingt die Tastatur nur beim sehr schnellen geringfügig, aber nicht störend.

-> Die Advance Fit bietet ein flaches Design mit einem angenehmen, aber etwas weichen Schreibgefühl. Der Aktivierungsbereich der Gummi-Hütchen ist dabei nicht ganz so eng wie bei manchen anderen vergleichbaren Tastaturen, wodurch Fehleingaben reduziert werden. Die Dämpfung der Tastatur ist gut und Vibrationen werden so gut wie gar nicht auf den Schreibtisch übertragen. Nur bei der Optik muss man gewisse Abstriche in Kauf nehmen, denn die Tastatur wirkt doch etwas billig, was ich ihr aufgrund der anderen guten Eigenschaften jedoch verzeihe.

~ 4.35 von 5 Sternen.


Logitech G710+ (140€, aber im Angebot auch gelegentlich für ca. 70€ zu haben):

Die G710+ ist eine Tastatur mit mechanischen Cherry MX Brown Schaltern, welche keinen hör-,
jedoch einen (recht moderat) spürbaren Aktivierungspunkt besitzen und dadurch wohl die Schalter sind, die dem Schreibgefühl einer (guten und nicht ausgeleierten) klassischen großen Rubber Dome Tastatur am nächsten kommen.
Die Tastatur ist dunkelgrau/anthrazit mit schwarzen und orangefarbenen Flächen/Rahmen zwischen den Tasten. Optisch und haptisch wirkt die Tastatur wertig und solide (gut gefällt mir auch die Logitech-Plakette aus gebürstetem Aluminium) und ist im Gegensatz zu manchen Gamer-Tastaturen nicht unnötig verspielt oder extravagant.
Angeschlossen wird die Logitech mittels eines fest angebrachten USB-Kabels, welches jedoch sehr dick und dadurch nicht sonderlich flexibel ist – schade!
Das Tastenlayout mit dem integrierten Ziffernblock ist gängig und die G710+ besitzt zusätzlich sechs
in drei Profilen abspeicherbaren Macro-Tasten für Gamer. Da die Tastatur hauptsächlich für Gamer ausgelegt ist, sind die WASD- und Pfeiltasten grau statt schwarz, um sie schneller zu finden. Medientasten (kleine, sehr feste Rubber Dome Schalter) und ein Rad zur Lautstärkeregelung sind auch an Bord.

Auf dem Schreibtisch nimmt die Tastatur doch recht viel Platz ein, da sie wuchtig ist und neben den sechs Macro-Tasten zusätzlich breite Ränder besitzt. Nutzt man die mitgelieferte und große Handballenauflage aus (leider eher dünnem) Plastik, nimmt die Tastatur logischerweise noch mehr Platz ein. Aufstellen lässt sich die Tastatur auch, steht dann aber nicht mehr so rutschfest, da die Aufsteller im Gegensatz zur Unterseite der Tastatur keine Gummi-Füße besitzen.

Die Symbole der Tasten sind im zweistufigen Spritzgussverfahren in die Tastenkappen integriert,
weshalb sie nicht verblassen können. Jede einzelne Taste der beleuchteten Tastatur besitzt dabei übrigens ihre eigene LED direkt unterhalb der Tastenkappe, weshalb alle Tasten gleichmäßig und gut sichtbar ausgeleuchtet werden. Auch entstehen dadurch um die Tasten keine diffusen Lichthöfe. Einstellbar ist die Beleuchtung in mehreren Stufen und auch separat für die WASD- und Pfeiltasten. Tagsüber muss ich die Beleuchtung dennoch aktiviert lassen, da der Kontrast der grauen Symbole auf den Tastenkappen nicht sonderlich hoch ist.
Gelegentlich kann man im Internet von gebrochenen Führungen/Befestigungen der Tastenkappen lesen – feine Haarrisse haben manche bei mir, gebrochen ist aber noch keine.

Das Auslösegewicht der Tasten ist eher gering bis moderat und die Tasten lassen sich sehr präzise
und angenehm herunterdrücken. Der Auslösepunkt der MX Brown Schalter ist ein wenig spürbar und vermittelt beim langsamen bis normal schnellen Schreiben ein gutes Gefühl von Präzision. Beim schnellen Schreiben merkt man den Auslösepunkt nicht mehr so sehr, aber das Schreibgefühl bleibt präzise. Typisch für mechanische Schalter wird der Tastendruck auch nicht erst am Boden, sondern bereits ab etwa der Hälfte des Hub-Weges registriert, weshalb man genauer schreiben kann und die Tasten nicht bis zum Anschlag herunterdrücken muss.
Selbst im Laufe der Zeit und nach über einem Jahr kann ich keine Abnutzungserscheinungen oder Verschlechterung beim Schreibgefühl feststellen und die Tastatur fühlt sich beim Schreiben noch so präzise und genau wie am ersten Tag an, was der große Vorteil mechanischer Schalter ist – die Tastatur leiert nicht aus und die Schalter halten wesentlich länger.
Beim Schreiben ist die G710+ ein wenig lauter als vergleichbare große Rubber Dome Tastaturen (man muss hierbei bedenken, dass es nun mal kleine mechanische Teile gibt, die aneinander reiben) und der Pegel steigt beim schnellen Schreiben auch noch etwas an, aber das Geräuschniveau ist nicht unangenehm und der braune Schalter gehört zu den leiseren. Beim Aufschlagen/vollständigen Herunterdrücken der Tastenkappen gibt es übrigens kein hartes Aufsetzen und kein hohes Geräuschniveau, da die Tastenkappen bereits ab Werk mit Gummi-Ringen gedämpft sind.
Das Board selbst ist wie bei den meisten mechanischen Tastaturen schwer und sehr gut gedämpft, weshalb die Tastatur keine Vibrationen auf den Schreibtisch überträgt.

-> Die Logitech G710+ ist besonders im Angebot eine Tastatur mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, wenn man sich die Ausstattung vor Augen hält. Die mechanischen Cherry MX Brown Schalter bieten ein leises und präzises Schreibgefühl sowie eine sehr lange und enorm verschleißarme Lebensdauer, ohne dass sich das Schreibgefühl mit der Zeit verschlechtert. Für Gamer könnten die Macro-Tasten mit drei Profilen sowie die für die WASD- und Pfeiltasten separat einstellbare Beleuchtung interessant sein. Weniger vorteilhaft ist jedoch das dicke und nicht sonderlich flexible USB-Kabel und auch der Kontrast der Symbole auf den Tasten könnte bei ausgeschalteter Beleuchtung gern höher sein. Auch ist die Tastatur recht breit und wuchtig, wenngleich es noch größere und extravagantere Gaming-Tastaturen gibt.

~ 3,95 von 5 Sternen.


Cherry MX-Board 3.0 (blue switches) (ca. 60-80€):

Die Verpackung der Tastatur macht bereits einiges her und bietet ein schönes Design mit einer guten Information auf der Rückseite über die erhältlichen Schalter für dieses Modell.
Im Lieferumfang sind die Tastatur, selbstklebende Rutsch-Stopp-Matten, Gummi-Kappen für die Ausstell-Füße und ein Mini-USB-Kabel enthalten (im Gegensatz zu vielen anderen Tastaturen ist das Kabel des MX-Board 3.0 nämlich abnehmbar). Eine Handballenauflage ist separat erhältlich.








Gewählt habe ich für das MX-Board 3.0 die Ausführung mit den Cherry MX Blue Schaltern, welche einen deutlich hör- und fühlbaren Auslösepunkt (deutlicher fühlbar als bei den braunen Schaltern
meiner G710+) besitzen. Neben den braunen Schaltern gehören die blauen zu den ältesten von Cherry und sind auch heute noch enorm beliebt, insbesondere bei Menschen, die viel schreiben. Das typische Klicken der mechanischen Schalter ist bei dieser Tastatur charakteristisch und wird entweder geliebt oder gehasst.
Die Tastatur besteht aus mattschwarzem Kunststoff, wirkt aber sehr solide und beinahe schon wertig.
Angeschlossen wird die Cherry-Tastatur mittels eines abnehmbaren Mini-USB-Kabels, welches recht dünn und dadurch gut flexibel ist. Leider ist dieses, wie ich bereits bei anderen Rezensionen dieser Tastatur lesen konnte, recht locker sitzend, weshalb es schon mal vorkommen kann, dass man es beim Verschieben der Tastatur versehentlich
herauszieht. Der Sinn des Kabels erscheint mir zwar logisch (schnell möglicher Tausch der Tastatur gegen ein Modell derselben Baureihe mit anderen mechanischen Schaltern und einfacher Kabel-Tausch im unwahrscheinlichen Falle eines Kabelbruchs), doch denke ich, dass ein fest angebrachtes Kabel bei diesem Board die bessere Wahl gewesen wäre.
Das Tastenlayout mit dem integrierten Ziffernblock entspricht dem gängigen Standard für große Tastaturen und das MX-Board 3.0 besitzt noch zusätzliche dedizierte Medientasten zur Lautstärkeregelung des Computers, ansonsten aber keinen unnötigen Spielereien.

Auf dem Schreibtisch nimmt die Tastatur glücklicherweise nicht viel Platz ein, da sie nicht übermäßig hoch ist und keine breiten Ränder besitzt, wodurch sie nur geringfügig breiter als meine
aktuell ebenfalls verwendeten nicht-mechanischen Scissor Switch Tastaturen von Kensington und Cherry ist.
Aufstellen lässt sich die Tastatur auch und besitzt praktischerweise für die Füße Gummikappen. Nutzt man die Tastatur hingegen flach, so wie ich, verrutscht sie recht schnell, wofür sich im Lieferumfang jedoch Rutsch-Stopp-Matten zum Aufkleben in den dafür vorgesehen Aussparungen befinden. Installiert man diese, bringt dies aber auch ein Problem mit sich – die Tastatur wird in der X-Achsen-Drehrichtung etwas instabil und wackelt beim Schreiben. Meine Lösung dafür war es, kleinere Stücke aus den Matten herauszuschneiden und diese etwas weiter oben aufzukleben, wodurch die Tastatur nun sowohl rutschfrei auf meinem Schreibtisch steht als auch nicht mehr wackelt.




Die Symbole der Tasten sind lediglich aufgeklebt/aufgedruckt, was mit der Zeit zu Verblassen führen
kann. Auch sind sie Symbole etwas ertastbar und man fühlt sie teils beim Schreiben – hier hätte man auch eine hochwertigere Methode zur Beschriftung wählen können.
Die Tastenkappen des MX-Board 3.0 sind flacher als gängige Kappen von mechanischen Tastaturen, was ich persönlich als großen Vorteil erachte, da die Tastatur selbst somit flacher ausfällt und die Lücke zwischen den einzelnen Kappen auch geringer ist. Für mich ist dies ein großes Plus dieser Tastatur.
Neben dem weiß beleuchteten Cherry-Logo und -Schriftzug besitzen die „Num“-, „Caps-Lock“-, „Rollen“- und „Windows“-Tasten grüne in die Schalter und Tastenkappen eingearbeitete Kontrollleuchten, was meiner Meinung recht praktisch und eine gute Alternative zu einem Kontrollleuchten-Block ist, da man so direkt an den Tasten sehen kann, welche dieser aktiv sind. Die Kontroll-Beleuchtung der Windows-Tasten kann dabei schon mal störend wirken, doch lassen sich diese beiden Tasten mittels einer Tastenkombination („Strg“ + „Home“) deaktivieren (logischerweise führt dies jedoch auch dazu, dass die Windows-Tasten dadurch inaktiv werden, was ein wenig schade ist).

Das Auslösegewicht der Tasten ist etwas höher als bei den braunen Cherry MX Schaltern und die Tasten lassen sich sehr präzise und angenehm bedienen. Der Aktivierungspunkt ist dabei typisch für
die Tasten merklich hörbar (das typische „Klicken“), aber auch gut fühlbar, weshalb man immer weiß, ob die Taste bis zum Auslösepunkt gedrückt wurde oder nicht. Sowohl beim schnellen als auch beim langsamen Schreiben sorgt dies für ein angenehmes Schreibgefühl sowie eine hohe Präzision.
Typisch für mechanische Schalter wird der Tastendruck auch nicht erst am Boden, sondern bereits ab etwa der Hälfte des Hub-Weges registriert, weshalb man genauer schreiben kann und die Tasten nicht bis zum Anschlag herunterdrücken muss.
Abnutzungserscheinungen bleiben typisch für mechanische Tastaturen weitestgehend aus und das Schreibgefühl verändert sich im Gegensatz zu Modellen mit Rubber Domes auch nicht, wenn man die Tastatur sehr häufig verwendet. Zudem ist die Lebensdauer der mechanischen Schalter
wesentlich höher, wodurch sich der etwas höhere Anschaffungspreis auch relativiert.
Die blauen Schalter sind durch das zusätzliche fürs Klicken verantwortliche Element natürlich recht laut, aber nicht extrem laut, auch wenn die Lautstärke beim schnellen Schreiben etwas zunimmt. Da ich mit mechanischen Tastaturen, die einen hörbaren Aktivierungspunkt besitzen, seit längerer Zeit nicht mehr in Berührung gekommen bin, abgesehen von einem kürzlich erhaltenen Modell aus China mit sehr lauten blauen Outemu-Schaltern (, welche im Gegensatz zu den echten blauen Cherry-Switches nicht das Gefühl und Geräusch einer Schreibmaschinen-Tastatur, sondern das ganze Schreiben mit der Schreibmaschine von der Geräuschkulisse imitieren), war ich dann doch recht positiv überrascht, dass die blauen Cherry-Schalter zwar laut, aber nicht unerträglich sind.

Beim Aufschlagen/vollständigen Herunterdrücken der Tastenkappen gibt es übrigens ein typisch hartes Aufsetzen, aber hier lassen sich wie bei den meisten anderen mechanischen Tastaturen auch Gummi-Ringe unter den Tastenkappen anbringen (solche, wie sie bei meiner Logitech G710+ bereits von Werk aus installiert waren), wodurch das vollständige Herunterdrücken der Tasten abgedämpft wird und auch die Lautstärke etwas verringert werden kann (ich denke darüber nach, das Cherry-Board auch damit auszustatten, wobei diese rohe und raue Schreibweise auch ihren gewissen Reiz besitzt).

Das Board selbst ist wie bei den meisten mechanischen Tastaturen eher schwer (wenngleich meine anderen beiden mechanischen Tastaturen noch etwas schwerer und standfester sind) und ziemlich gut gedämpft, weshalb die Tastatur so gut wie keine Vibrationen auf den Schreibtisch überträgt.

-> Das Cherry MX-Board 3.0 ist eine relativ preiswerte mechanische Tastatur mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis und ist in Ausführungen mit verschiedenen Schaltern erhältlich – je nach persönlicher Schreibvorliebe. Die blauen Schalter meiner getesteten Ausführung besitzen ein sehr
angenehmes und präzises Schreibgefühl, aber die Geräuschkulisse ist möglicherweise nicht jedermanns Sache. Als mechanische Tastatur bietet die Cherry gegenüber Rubber Dome-Pendants den Vorteil einer deutlich längeren Lebensdauer und einem über diese Zeit konstanten Schreibgefühl (auch mit der Zeit leiern die Tasten nicht aus und werden nicht schwammig).
Mir persönlich gefällt das MX-Board 3.0 sehr gut und besonders die für mechanische Tastaturen eher untypischen flachen Tastenkappen empfinde ich für mich persönlich als großes Plus. Das Board selbst gefällt mir aufgrund seiner Bauweise, der Tastenkappen-Höhe und dem guten Preis-Leistungsverhältnis übrigens so gut, dass ich zwischenzeitlich auch die Ausführung mit den braunenSchaltern zusätzlich selbst gekauft habe.
Ein paar Schwächen gibt es in meinen Augen aber doch noch: das abnehmbare USB-Kabel kann recht schnell unbeabsichtigt herausgezogen werden, in X-Rotationsrichtung ist die Tastatur bei angebrachten Rutsch-Stopp-Matten etwas wacklig (Anmerkung: durch meine im Test beschriebene und sehr einfach durchführbare Modifikation lässt sich dies schnell beheben), die Kontroll-Leuchten der Windows-Tasten können etwas nervend wirken und die fühlbare Beschriftung der Tasten können stören und wirken beim Anfassen ein wenig billig.

~ 4,1 von 5 Sternen         


Fazit:

Getestet habe ich hier vier Tastaturen, darunter zwei mechanische und zwei mit Scissor Switches. In meinem Besitz befinden sich noch ein paar andere Tastaturen, die ich irgendwann, wenn ich die Zeit und Lust dazu habe, vielleicht auch hier vorstellen/testen werde (interessant ist dabei besonders eine preisgünstige asiatische VicTsing Tastatur mit sehr lauten blauen „clicky“Switches von Outemu).
Auch wenn mechanische Tastaturen gerade bei Menschen wie mir, die sehr viel am Computer schreiben, merklich länger halten und sich im Laufe der Zeit das Schreibgefühl auch nicht ändert, sondern konstant präzise bleibt, würde ich nicht mit nur einer einzigen mechanischen Tastatur glücklich werden und ebenso wenig mit nur einer einzigen Scissor Switch/Rubber Dome Tastatur. Ich mag die Abwechslung und je nach Stimmung wechsle ich gern zwischen festen und weichen Scissor Switch und lauten (clicky) sowie leisen mechanischen Tatsaturen – hier verhält es sich genau wie bei Kopfhörern, bei denen ich für den portablen Einsatz auch keine feste Vorliebe besitze, was die Tonalität angeht, sondern zwischen Modellen mit verschiedenen klanglichen Abstimmungen wechsle.

Bei den mechanischen Tastaturen finde ich das MX-Board 3.0 von Cherry die Bauweise (die flachen
Tastenkappen sind ein Träumchen) und das Preis-Leistungsverhältnis betreffend richtig gut, weshalb ich als Alternative zu den blauen „clicky“ Schaltern des getesteten Modells bereits die Ausführungmit den braunen Schaltern auf eigene Kosten bei Amazon bestellt habe. Bei aktuell vier mechanischen Tastaturen im Besitz macht mich dies auf jeden Fall auch neugierig auf andere mechanische Modelle.
Bei Rubber Dome-Tastaturen ist ein Modell des chinesischen Herstellers VicTsing mein Favorit, was das Schreibgefühl betrifft, jedoch ist die Anordnung der Tasten (Anmerkung: deutsches QWERTZ-Layout) mit der kleinen Enter- und versetzt angebrachten Raute-Taste recht ungewöhnlich und auch manchmal etwas verwirrend. Aufgrund des Schreibgefühls mag ich die Tastatur trotzdem.
Gäbe es bei der Cherry Strait Black mit Scissor Switches einen etwas weiteren Auslösepunkt und geringere Abnutzungserscheinungen, wäre diese unter meinen aktuell im Besitz befindenden Scissor Switch Modellen mein Favorit, aber aufgrund der mäßigen Verarbeitung gelingt ihr dies nicht. Stattdessen mag ich in dieser Kategorie meine Kensington Advance Fit am meisten, auch wenn sie optisch etwas billig wirkt und das Schreibgefühl auch ein wenig schwammig ist – dafür ist der Auslösepunkt aber nicht so eng und sie ist solide verarbeitet (mehr als diese beiden Modelle mit Scissor Switches mit einem Backup der Kensington habe ich momentan nicht von diesem Tastatur-Typ im Besitz).

Wie ich selbst merke, habe ich ein neues kleines Hobby entdeckt und die Faszination von Tastaturen erkannt, die über ein vernachlässigbares und unterschätztes, gar alltägliches und unbeachtetes
Eingabegerät hinausgeht. Den teils stattfindenden Zwist zwischen Anhängern von mechanischen und Scissor Switch Tastaturen kann ich übrigens nicht nachempfinden – ich mag beide Bauweisen und wechsle je nach Lust, Laune und Ermüdungszustand meiner Finger und Ohren die Tastatur.
Gäbe es flache Tastaturen, die nicht abnutzen, wären diese für mich wohl ideal, denn dann könnte ich die für mich besten Eigenschaften von Scissor Switches (sehr geringe Bauhöhe, kurzer Hub) mit denen von mechanischen Schaltern (keine/kaum Abnutzung oder Verschlechterung des Schreibgefühls, längere Lebensdauer, präziseres Schreibgefühl) vereinen – wer weiß, vielleicht wird sich dieser Traum irgendwann erfüllen, denn erst kürzlich hat der Tastaturen-Hersteller Razer eine sehr flache Bluetooth-Tastatur für das Apple iPad Pro vorgestellt. Eine solche Tastatur dieser Bauweise, nur kabelgebunden für den Desktop, könnte für mich womöglich die perfekte Tastatur darstellen, wie es der Etymotic ER-4S (<- Link zum Review) bereits bei den In-Ears für mich tut, und ich merke, dass ich beim stationären Hören von Musik weitaus öfter zu ihm als zu weitaus teureren Modellen aus meinem Inventar greife, da er trotz seiner Auflösungs-technischen Defizite im Vergleich zu den teureren Multi-BA In-Ears extrem neutral abgestimmt und auch ansonsten in allen anderen Kategorien überraschend gut ist.