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HiFiMan MegaMini: Kompaktheit trifft auf Eleganz - [Review] 🇩🇪

Einleitung:

HiFiMan stellt nun bereits seit einigen Jahren portable digitale Audio-Spieler her, von denen sich die meisten in der Regel im höherpreisigen Segment bewegten. Dennoch waren diese Modelle in der Regel keine Allrounder und stellten nicht unbedingt die besten Quellgeräte für empfindliche Multi-BA In-Ears dar – selbst, wenn man sie mit dem für manche Modelle erhältlichen Verstärkermodul für In-Ears nutzte.




Mit dem
MegaMini hat HiFiMan einen kompakten und mit 249$ erschwinglichen portablen digitalen Audio-Spieler vorgestellt, der durch sein schlichtes sowie kompaktes Design und einer angegebenen Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden überzeugen soll.


Dass ich den Player erhalten würde, wusste ich bis zu seinem Eintreffen übrigens noch nicht einmal. Doch scheinbar hatte man sich bei HiFiMan, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschlossen, mir neben dem
RE2000 und RE800 auch den MegaMini zuzusenden. Dass sich dieser ebenfalls im Paket befunden hatte und dass ich ihn wahrscheinlich auch rezensieren werde (nicht wissend, wie er überhaupt performt, da ich ihn zu jenem Zeitpunkt mangels Zeit noch nicht einmal aus der Verpackung genommen hatte), wenngleich auch etwas später und auf Deutsch, teilte ich den Repräsentanten von HiFiMan auch mit.

Und so folgt hier nun meine deutschsprachige Rezension des MegaMini.


Technische Daten:

Preis: 249$
Abmessungen: 43 x 100 x 9 mm)
Gewicht: 69 g
Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
THD: 0,08%
Max. Ausgangsleistung: 54 mW (1,4 V @ 36 Ohm)
Akkulaufzeit: 15 Stunden


Lieferumfang:

Der Player befindet sich sicher eingebettet in einer schlichten Schachtel aus weißem Pappkarton mit einem orangefarbenem HiFiMan Logo auf dem Deckel. Neben einer Garantiekarte befindet sich darin lediglich noch ein Micro USB-Kabel zum Aufladen des Players.






Optik, Haptik, Verarbeitung:

Der Player ist in der Tat sehr kompakt und auch relativ flach. Aus welchem Material sein Gehäuse genau hergestellt ist, kann ich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Zumindest wirken die Vorderseite und Seitenteile, die aus einem Element bestehen, als könnten sie aus durchschnittlichem Kunststoff bestehen, doch bin ich mir hierbei definitiv nicht sicher und beim Material könnte es sich ebenfalls um eine Alu-Legierung mit Beschichtung oder Lack handeln. Bei der Rückseite bin ich mir noch weniger sicher und denke, dass es sich bei ihr um irgendein lackiertes oder beschichtetes Metall handelt, wobei qualitativ sehr hochwertiger Kunststoff ebenfalls eine Möglichkeit wäre.
Kunststoff für die Front und Seiten sowie beschichtetes Aluminium für die Rückseite scheinen mir bei genauerer Begutachtung zumindest am wahrscheinlichsten.
Wie dem auch sei, wird die Materialqualität und Verarbeitung zumindest dem Preis definitiv gerecht.



Das elegante, minimalistische Styling des MegaMini gefällt mir persönlich sehr gut.



Zentral auf der Vorderseite unter dem Bildschirm befinden sich vier Tasten, die zur Navigation in den Menüs und Wiedergabesteuerung dienen.
Dedizierte Lautstärketasten befinden sich ebenfalls am Player und sind an dessen linker Seite positioniert, während sich auf der rechten der Ein- und Ausschalter sowie ein kleines Loch mit einem Reset-Knopf dahinter befindet.
Die Anzahl der Tasten ist definitiv ausreichend.
Beim Druckpunkt der Tasten hätte ich mir geringfügig mehr Knackigkeit gewünscht.



Die Unterseite des Players beherbergt neben dem 3,5 mm Kopfhöreranschluss eine Micro USB-Ladebuchse sowie einen Micro SD-Schacht, in den die Karten im Gegensatz zu vielen anderen Audio-Playern nicht verkehrt, sondern „richtig herum“ eingesetzt werden.
Da der MegaMini aktuell leider nur FAT32-formatierte Speicherkarten annimmt, muss man Karten mit einer Kapazität von mehr als 32 Gigabyte zuerst im FAT32-Format formatieren, was jedoch praktischerweise auch im Player selbst möglich ist. Dann kann er auch mit Speicherkarten mit einer Kapazität von mindestens 256 GB umgehen.




Der Bildschirm:

Genaue Spezifikationen zum Bildschirm konnte ich nicht finden, doch handelt es sich bei ihm um ein beleuchtetes Farb-LCD ohne IPS, dessen Auflösung zwar recht niedrig ist, für einen Audio-Spieler jedoch eigentlich völlig ausreicht. Durch die Menüführung mit dem weißen Text auf schwarzem Hintergrund gibt es zumindest keine Probleme mit dem Kontrast oder der Ablesbarkeit.


Die Lautstärkeregelung:

Der MegaMini besitzt eine digitale Lautstärkeregelung mit insgesamt 32 Stufen, was ich persönlich bei einem dedizierten Audio-Spieler für etwas zu wenig halte.
Bereits auf der niedrigsten Stufe ist der MegaMini in Verbindung mit sehr empfindlichen In-Ears sehr laut. Eine Low Gain-Einstellung fände ich deshalb, in Verbindung mit mehr Lautstärkestufen, definitiv nicht verkehrt.




Bedienung, grafische Nutzeroberfläche:

UI2016-11-28V005 Beta:

Der MegaMini unterstützt mehrere Sprachen, darunter auch Englisch und Deutsch. Der Gewohnheit wegen nutze ich persönlich die englische Menüsprache.

Das User Interface des Players ist insgesamt sehr schlicht und einfach gehalten.
Etwas nervig ist jedoch, dass der Player eine Änderung der Lautstärke ausschließlich bei aktiviertem Display zulässt, was etwas mühsam ist, denn es vergehen gelegentlich schon einmal zwischen einer und drei Sekunden, bis der MegaMini auf den Befehl, den Bildschirm zu aktivieren, reagiert (dies erfolgt entweder durch jede beliebige Taste oder nur durch die Ein- und Aus-Taste, sofern man die Tastensperre in den Einstellungen aktiviert hat).



Im Hauptmenü gibt es acht Unterkategorien: Now Playing, File Explorer, Artist, Albums, Genre, Favorite, All Songs und Settings.
Ein langer Druck der die Zurück-Taste auf dem Wiedergabebildschirm bringt einen zurück ins Hauptmenü, während ein langer Druck auf die Play-/Eingabe-Taste die Schnelleinstellungen für Shuffle und Repeat aufruft.



Der Ordnerbrowser und die Bibliothek funktionierten wie gewohnt und sortieren die Dateien in alphabetischer Reihenfolge. Schade ist jedoch, dass es in keiner dieser Listen einen Scroll-Fortschrittsbalken am rechten Rand, geschweige denn eine Anzeige der sich auf der Ebene befindenden Dateien gibt.



Der Wiedergabebildschirm ist ebenfalls recht schlicht gehalten, zeigt aber einige wichtige Informationen an. Die Statusleiste etwa bietet neben einem Titelzähler eine Anzeige des Shuffle- und Repeat-Status, der Lautstärke und des Akkustandes.
Darunter werden Titel, Interpret und Album angezeigt.
Eine kleine, etwas pixlige Darstellung des Albumcovers gibt es ebenfalls, doch musste ich feststellen, dass scheinbar leider nicht jedes Bildformat und jede Bildgröße vom Player ausgelesen werden kann, denn bei einigen Alben und Titeln wird das eingebundene Coverbild vom MegaMini nicht angezeigt.
Neben dem Albumcover gibt es noch rechts und links je eine Anzeige des Dateiformats respektive der Bitrate.
Schließlich befindet sich am unteren Rand des Bildschirms noch eine Fortschrittsleiste, welche die verstrichene Zeit sowie Gesamtlänge des Titels anzeigt.


Bis auf den fehlenden Scrollbalken in den Listen bin ich mit der Übersichtlichkeit und Anordnung der Menü-Elemente zufrieden. Schade hingegen ist, dass der Player gelegentlich recht langsam reagiert, was nicht nur beim Aktivieren des Bildschirms, sondern auch beim Navigieren in den Menüs passieren kann. Weshalb dies so ist und nur manchmal auftritt, konnte ich hingegen nicht reproduzieren.
Auch, wenn dies nur selten auftritt, ist es dann doch nervig, zumal viele Billig-Player konstant schnell auf Eingaben reagieren.


Akkulaufzeit:

Zum Testen der Akkulaufzeit schloss ich den preiswerten Superlux HD668B an den MegaMini an, stellte die Lautstärke auf 16 von 32 und spielte eine WAV-Datei in einer Endlosschleife ab. Gelegentlich entriegelte ich den Bildschirm und navigierte kurz durch die Menüs.
Unter diesen Bedingungen hielt der Akku des Players ziemlich genau 12 Stunden, also nicht ganz so lange wie der angegebene Maximalwert von 15 Stunden, jedoch noch immer recht gut und etwas besser als bei einigen anderen
portablen Audio-Spielern.


Klang:

Frequenzgang, Ausgangsimpedanz:

Jeder Audio-Spieler, DAC und Verstärker, egal, wie günstig oder teuer er ist, sollte heutzutage auch in der Lage sein, den Audio-relevanten Bereich zwischen 20 und 20000 Hz ohne angeschlossene Last komplett linear wiederzugeben. Leider gelingt dies (insbesondere im Bereich der günstigen „China-Player“) nicht allen und sie zeigen im schlimmsten Fall schon ohne angeschlossenen Kopfhörer unerwünschte Anomalien wie etwa einen starken Bass- oder Hochtonabfall, permanente Anhebungen oder gezielt gesetzte Senken (z.B.
Shozy Lancea oder Hidizs AP60).

Ohne angeschlossene Last misst sich der Kopfhörerausgang des MegaMini wie folgt:



Bis auf einen winzigen Pegelverlust im Tief(st)bass, der definitiv unterhalb der Hörbarkeitsschwelle liegt, ist der Frequenzgang des MegaMini ohne angeschlossene Last so linear, wie er sein sollte.

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Besitzt ein Audio-Gerät, an das man einen Kopfhörer anschließen kann, einen linearen Frequenzgang ohne Last und misst sich also so, wie man es erwarten würde, kann die ganze Angelegenheit völlig anders aussehen, sobald man einen Kopfhörer anschließt.
Manche Kopfhörer und In-Ears besitzen einen nicht gleichbleibenden Widerstand, was heißt, dass sie etwa im Bass oder Hochton beispielsweise eine Impedanz haben, die vom Wert im Mittelton abweicht. Insbesondere bei Multi-BA In-Ears mit mehreren unterschiedlichen Treibern und einer (mahl mehr und mal weniger) komplexeren Frequenzweiche ist dies die Regel.
Damit diese Kopfhörer und In-Ears neutral und unverfälscht „angetrieben“ werden können, ist es zwingend erforderlich, dass das Wiedergabegerät einen geringen Ausgangswiderstand besitzt, vorzugsweise unter 1 Ohm. Ist dies nicht der Fall, wird der Klang der In-Ears/Kopfhörer, abhängig von deren individuellem Impedanzgang, verfälscht.

Der HiFiMan misst sich mit meinem Ultimate Ears Triple.Fi 10 In-Ear, einem recht zickigen und Quell-kritischen Vertreter seiner Sorte, wie folgt:



Wie man sehen kann, gibt es im oberen Hochton und Superhochton einen Pegelabfall von ca. 1 dB, der aber nicht ganz dem typischen Verhalten des Triple.Fi 10 an Quellen mit einem Ausgangswiderstand ab einem Ohm entspricht. Vielmehr kann man anhand dieser Messung davon ausgehen, dass der MegaMini keinen über den gesamten Frequenzbereich gleichbleibenden Ausgangswiderstand besitzt, sondern dass dieser im Superhochton etwas ansteigt (also ähnlich wie beim
Chord Mojo, wenngleich etwas weniger drastisch) und etwas über einem Ohm liegen dürfte.
Dementsprechend ist der MegaMini, was die Ausgangsimpedanz betrifft, durchaus gut für
Multi-BA In-Ears geeignet und hat mit Bügelkopfhörern sowie dynamischen In-Ears sowieso keine Probleme.

Rauschen:

Ich bin jemand, der sich selbst als recht rauschempfindlich beschreiben würde. Sofern ein auch nur sehr geringes Grundrauschen des Gerätes, an das die In-Ears angeschlossen werden, vorhanden ist, kann ich es in Verbindung mit sehr empfindlichen In-Ears (beispielsweise Shure mit meinem
SE846, Pai Audio MR3 oder dem Ostry KC06A) gewöhnlicherweise auch hören.

Mit dem Ostry besitzt der HiFiMan ein hörbares Grundrauschen, das ich als etwas geringer als mittelstark ausgeprägt bezeichnen würde. So rauscht der MegaMini etwa doppelt so stark wie der relativ rauscharme FiiO X3 (erste Generation), ist vom stark ausgeprägten Grundrauschen des
HiFime 9018d aber noch ein Stück entfernt.
Solange man keine extrem empfindlichen In-Ears am MegaMini betreibt, sollte es also keine allzu großen Probleme mit dem Grundrauschen geben. Bereits mit dem Triple.Fi 10 von Ultimate Ears befindet sich das Grundrauschen beispielsweise auf einem recht niedrigen Niveau.

Transparenz, Präzision, Bühnenwiedergabe:

Nun zum klar subjektiveren Teil meines Reviews. Meine Ansicht und Erfahrung bezüglich des „Verstärker- und Geräteklanges“ stellt sich wie folgt dar: Verstärker- und Geräteklang kann es in begrenztem Umfang geben und er kann hörbar sein, jedoch sollte er nicht überbewertet werden – die grundlegende Charakteristik eines Kopfhörers wird durch ein (sauber konstruiertes) Gerät nicht verändert, jedoch „formt“ das Wiedergabegerät den Klang des Kopfhörers manchmal minimal, was sich aber (wenn überhaupt, dann) eher in Nuancen ausdrückt und sich oft auch anhand der Eigenschaften oder Messwerte erklären lässt (einen etwas ausführlicheren Bericht über den Eigenklang von Audiogeräten gibt es unter 
folgendem Link). Bei korrekt angeglichener Lautstärke sind die Unterschiede zwischen sauber konstruierten Geräten nur sehr gering. Bei meinen folgenden Eindrücken handelt es sich also keineswegs um beschriebene „Welten“ oder „Tag-und-Nacht-Unterschiede“, wie sie von manchen Nutzern propagiert werden, sondern um Nuancen (wenn überhaupt).




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Nun also weiter mit meinen subjektiven Eindrücken über den 3,5 mm Klinkenausgang (zum kritischen Hören nutzte ich meinen Ultimate Ears Triple.Fi 10 In-Ear sowie den
Ostry KC06A und meine Ultimate Ears Reference Monitors):

Subjektiv wirkt der MegaMini auf mich, wie man es aufgrund der RMAA-Messungen außerhalb des Frequenzganges, die auch keine wirklich negativen Ausreißer anzeigen, wenig überraschend neutral und ohne einen wirklichen Eigencharakter, abgesehen von geringfügig mehr „Sanftheit“/weniger „Aggressivität“ im Hochton als bei manch anderem Player wie etwa meinem iBasso DX90 oder dem
HiFime 9018d. So „sanft“ wie mein Chord Mojo erscheint er jedenfalls nicht.
Somit leistet sich der HiFiMan hier keinen Ausrutscher und klingt, wie man es von ihm erwarten würde.

Was die Transparenz mit hochauflösenden In-Ears betrifft, ist der MegaMini in etwa auf Augenhöhe mit für die Musikwiedergabe gut geeigneten Smartphones, was keine Abwertung darstellen soll, denn in vielen recht modernen Mobiltelefonen ist der Audio-Bereich recht gut implementiert und misst sich auch mehr als nur vernünftig.
Auch wenn meine Soundkarte keine Referenz darstellt, liegt der MegaMini in manchen RMAA-Kategorien dennoch um mindestens 10 bis 20 dB hinter sehr guten Geräten wie etwa meinem iBasso DX90, dem
DX200, Cowon Plenue 2 oder meinem Chord Mojo. Da all diese Produkte jedoch teurer als der MegaMini sind und waren, ist dies kein Negativaspekt.

Die räumliche Wiedergabe betreffend kann ich, was die Ausdehnung der Bühne betrifft, beim MegaMini keinen Unterschied zu räumlich durchschnittlich aufspielenden Geräten wie meinem iPhone 4 oder
FiiO X3 (erste Generation) ausmachen. Die räumliche Breite des HiFime 9018d oder Stoner Acoustics UD125 erreicht er also somit nicht.
Bei der Bühnenreproduktion wirkt der MegaMini im Vergleich mit meinem FiiO X3 etwas weniger präzise und erinnert mich eher an mein
BlackBerry Q10. Aber auch hier handelt es sich wiederum eher um Nuancen als um Welten oder Tag-und-Nacht-Unterschiede.

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Im Vergleich mit dem
FiiO X3 (erste Generation):

Als der FiiO X3 nach längerer Entwicklungsverzögerung endlich auf den Markt kam, leitete er eine Art kleine Revolution ein, denn mit einem Preis von 200$ war er wohl der erste preislich fair positionierte portable Audio-Spieler mit einer sehr geringen Ausgangsimpedanz, ohne Koppelkondensatoren im Signalweg und mit generell guten Messwerten. Somit war er auch bestens für den linearen Antrieb von niederohmigen Multi-BA In-Ears mit variierender Impedanz über den Frequenzverlauf geeignet, was zuvor nur mit einigen wenigen und merklich teureren Audio-Spielern oder sehr guten portablen Kopfhörerverstärkern möglich war.

Der HiFiMan ist nur etwa halb so dick wie der bereits relativ kompakte FiiO und besitzt ca. 1,2 cm weniger Breite sowie etwa einen Zentimeter weniger Höhe.
Der Bildschirm des FiiO ist sowohl größer als auch qualitativ besser (Blickwinkelstabilität) und löst auch etwas höher auf.

Mit einer USB-DAC-Funktion, einem Line-Ausgang sowie einem koaxialen Digitalausgang bietet der X3 mehr Ausstattung.

Das User Interface des HiFiMan ist besser aufgeräumt, übersichtlicher und lässt sich besser navigieren. Das des FiiO wirkt seit den letzten paar Updates hingegen etwas unübersichtlich und nicht so intuitiv.
Dennoch besitzt der FiiO im Gegensatz zum HiFiMan einen Scrollbalken in Listen, der dem MegaMini leider fehlt. Auch wirkt der X3 nie langsam oder stockend, was beim HiFiMan leider gelegentlich passieren kann. So dauert bei ihm das Regeln der Lautstärke regelmäßig länger, als geplant.
Beim HiFiMan hingegen gefällt mir, dass dieser im Gegensatz zum X3 die Wiedergabe nach dem Einschalten nicht automatisch startet.

Der FiiO besitzt mehr Lautstärkestufen und erlaubt auch die wesentlich geringere geringstmögliche Lautstärke.
Das Grundrauschen des FiiO ist mit sehr empfindlichen
In-Ears hörbar geringer.

Beide Player besitzen eine geringe und recht Multi-BA-In-Ear-freundliche Ausgangsimpedanz, doch ist diese beim FiiO mit gerade einmal 0,5 Ohm noch etwas besser.

Subjektiv besitzen beide Player für mich das gleiche „Timbre“ und unterscheiden sich nicht in Sachen Bühnengröße. Mit In-Ears jedoch wirkt der FiiO geringfügig sauberer klingend.


Fazit:




Der HiFiMan MegaMini ist ein sehr kompakter und elegant gestylter portabler Audio-Spieler, der eine recht geringe Ausgangsimpedanz und eine sehr übersichtliche sowie intuitiv bedienbare Menüstruktur mitbringt.
Etwas mehr Lautstärke-Abstufungen als die vorhandenen 32 sowie ein manchmal schnelleres Ansprechverhalten jedoch wären Dinge, die ich mir bei ihm definitiv wünschen würde, denn insbesondere das gelegentlich etwas träge Menü zusammen mit der manchmal zu langen Wartezeit zwischen einem Tastendruck und dem Ansprechen des Bildschirms können durchaus etwas nerven, besonders wenn man während des deaktivierten Displays schnell die Lautstärke ändern möchte.